Rudi Santos+

Rudis Rundbrief kam im Juli mit dem Vermerk „verstorben“ zurück.
Rudi – mit Künstlernamen „Santos“ – hat uns mit seiner witzigen Art
immer wieder bereichert. Er hatte auch viel naturmedizinisches und
theologisches Wissen. Wir konnten viel von ihm lernen.

Alfred

Charly Schwarz+

Lieber Charly,

wir haben so manche schönen Stunden zusammen erlebt: als Nachbarn und Freunde bei Kaffee und Kuchen, bei gemeinsamen Ausflügen, bei Deinen Geburtstagen mit meinem Mann Andreas, mit Stefan und Karl Heinz. Oder in Deiner Heimat in Limburg, da haben wir auch Dein Dorf und Dein Elternhaus besucht. Das war schön für Dich, und auch für uns. Wir haben gesehen, wie du dich, auch lange danach, sehr darüber freuen konntest.

Wir haben oft zusammen Spaß gehabt und viel gelacht, wie über den hessischen Kinderspruch „Steigt a Wemsche aufs Temsche…“

Charly, du hast im Leben einige Türme bestiegen, ob in Hessen, im Schwabenland, beim Arbeiten, in der Selbsthilfe, und beim Genießen. Zum Beispiel in Tunesien und Ägypten im Urlaub. Immer warst Du lebensfroh, mutig und lustig.

Nachher kommt auf dem „Temsche“ das bekannte „Stemsche“…

Charly, die Stürme im Leben hast Du erlebt und bewundernswert bewältigt!

Jetzt darfst Du loslassen und Dich ausruhen! Auch Deine Seele kann und darf ruhen, doch soll sie bald weitergehen, weiter ins Licht hinein. Dort wartet Dein lieber Jean-Luc auf Dich, er wird Dich voller Freude begrüßen, so wie andere Freunde auch. Daher: freue Dich auf Deine nächsten Ziele in der anderen, der geistigen Welt.

Und wir freuen uns alle, uns von Dir, Charly, traurig – aber auch fröhlich im Herzen, zu verabschieden!

Rainer   


    Während unseres Jahresausflugs nach Bad Waldsee ist Charly im Marienhospital
    verstorben. Charly war seit langer Zeit in der Brücke und
    hat sich auch gerne als Referent bei Informationsveranstaltungen zur
    Verfügung gestellt. Wir werden ihn vermissen und sind sehr traurig.

    Alfred

    Gudrun Hellbach+

    Gudrun war seit Bestehen der Brücke dabei und war so etwas wie die
    Seele der Brücke. Sie hat immer mit angepackt. Kleiderspenden sortiert,
    in der Küche geholfen und für unsere Kaffeenachmittage eingekauft.
    Die Blumen waren ihre Leidenschaft. Nun hat sie ein Freund tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Wir werden sie vermissen und sind sehr traurig.

    Alfred

    Wippe – Michael Wieprecht +

    Lange Zeit habe ich dich nicht mehr gesehen, lieber Wippe! Und jetzt ist es so, dass du gegangen bist aus dieser Welt. Wir sehen uns nicht mehr – zumindest hier nicht. Jetzt ist es so.

    Obwohl! Wenn ich das nahekommen lasse, was ich von dir und deinem Leben erlebt habe. Beides hat in dieser Welt schon zu deinem Leben gehört: Dein Gefühl und Leiden, nicht gesehen zu werden in dem, was dir wichtig ist, was dein Bedürfnis ist, was du bist. Und genauso, dass du dir schwer damit getan hast, dich zu zeigen – dir selbst mit deinem Fühlen und deiner Art das Recht zu geben, da zu sein. Du hast dich lieber versteckt, unsichtbar gemacht. Wolltest gesehen werden und doch auch wieder nicht. Hast dich mit dem, was dir Sicherheit gab, zurückgezogen in deine Wohnung und in dein Inneres. Hast dort deine Dinge gesammelt. Behütet. Bedacht. Deinen Sohn, den du über alles liebst und der dir das Wichtigste ist. Immer hast du als erstes von ihm erzählt. Deinen Hund Charly – „Mucki“ nanntest du ihn liebevoll.

    Cool, unberührbar hast du dich gegeben. Du wolltest nicht wieder berührt, verletzt werden. Wolltest den altbekannten Schmerz in dir nicht wieder spüren. Und ich erinnere deine (Ver-)Suche, diese Dinge mitzubringen, heraus zu schreien, loszulassen. Dein Unrechtsempfinden. All die Ungerechtigkeit, die du abgekriegt und ausgehalten hast in deinem Leben von klein auf. Die Demütigungen. Deinen Sohn vor so etwas zu beschützen und zu bewahren. Das war deine große Sorge.

    Äußeres Zeichen für deine Suchen nach deiner wahren Würde und Größe sind für mich deine Klamotten. Dein eigener Stil. Gut gepflegt, sauber, geschmackvoll. Auch davon hast du viel mitgebracht zu uns in Die Brücke. Auch auf diese Art tragen viele dich weiter – ein Stück von dir, das kleidet, umhüllt und Wärme schenkt.

    Danke für dein Leben mit uns, lieber Michael! Du führst mich dadurch auch zu mir selbst.                  Uwe

    Thomas Engel+

    Heute erhielt ich den Anruf, dass du gestorben bist. Für mich zu plötzlich – das tut weh.
    Du warst so klug, Thomas. Talentiert. Der treueste Freund, den man sich nur wünschen kann.
    Mitfühlend, lustig. Aber auch schrill, uneinsichtig, laut und manchmal nervig.
    Eins warst du immer: authentisch und ehrlich.
    Die Krankenwohnung war so lang dein zu hause.
    Du kümmertest dich oft um die, die Hilfe und Unterstützung brauchten.
    Das war deine zweite Familie, und wir alle, so kann man sagen, sind dort zusammen älter geworden.
    Jetzt kannst du wieder laufen, so viel du nur willst, ohne Schmerzen.
    Ich bin so froh, dass wir uns vor nicht zu langer Zeit noch einmal gesehen haben. Du hast dich so gefreut.
    Ruhe in Frieden, lieber Thomas. Du wirst uns fehlen!
    Deine Krankenwohnungs-Familie – das kommt von Herzen –
    (Sabine)

    Jörg Döll+

    Wie viele Wohnungen hast du geräumt und renoviert, lieber Jörg! Wie viele Leben dadurch mitgetragen! Ein zupackender Handwerker. Warst dir nicht zu schade, anderen dabei zu helfen, ihr Leben zu ordnen und zu bewältigen. So sachlich hast du immer davon erzählt, als ob es nicht der Rede wert sei. Aber viel äußere und innere Last hast du dabei mitgetragen. Und dein lautes Lachen, daran erinnere ich mich gern. Ich wünsche mir, du entdeckst die geheimnisvolle Ordnung in deinem eigenen Leben jetzt auch mit einem Lächeln. Und lässt deine Frau, deine Kinder und deine Freundinnen und Freunde daran teilhaben.                                       Uwe

    Klaus Löffel+

    Es war deine Entscheidung, Klaus, diesem Leben einen Endpunkt zu setzen. Ewig auf der Suche warst du. Du hast es als einzigen Kampf erlebt, den du nicht mehr weiter führen wolltest. Das haben wir zu respektieren. Und selbst in diesem Abschied hast du noch schlicht und dankbar viele wahrgenommen und mit einem zugewandten Wort beschenkt, das jetzt noch wirksam da ist.             Uwe

    Mongolen-Ralf+

    Ralf Zilligen – den Meisten war er als Mongolen-Ralf bekannt. Als Erklärung zu dem Spitznamen sagte er immer grinsend: „Das ist, weil ich aus der Mongolei hierher geritten bin. Und auf dem Weg habe ich Hunger gekriegt und mein Pferd aufgegessen.“ Noch nicht lange war er überglücklich endlich wieder in einer eigenen Wohnung für sich. Und er hatte auch schon eine Ahnung, dass seine Zeit in der sichtbaren Welt dem Ende entgegen ging. Beim UD-Festival im Sommer sagte er schon: „Das ist mein letztes UD.“