Melanie (41J.)

„Hast du an die Gummibärchen gedacht?“, so begrüßte mich Melanie, genannt Melle, mal bei einem Besuch bei ihr im Krankenhaus. Als ich ihr gestand, dass ich sie vergessen hätte, meinte sie nur: „Macht ja nichts, Hauptsache du bist da.“ So war sie: direkt, nie nachtragend, dankbar. Ein andermal meinte sie, ich schaffe es, sie auch dann zum Lachen zu bringen, wenn es ihr schlecht gehe. Da-bei war das gar nicht so schwer, weil Melanie gern lachte, obwohl ihr Leben gar nicht zum Lachen war. Ich erinnere mich an die Trauerfeier für ihren langjährigen Freund Mario vor fünf Jahren. Ich weiß, dass Melanies Kindheit und Jugend schwer waren, dass sie das Leben auf der Straße kannte und öfters am Abgrund stand. Ich habe miterlebt, wie die letzten drei Jahre an ihr gezehrt haben. Sie war gutmütig und hilfsbereit. Sie konnte aber auch leider nicht nein sagen, was ausgenutzt wurde. Überrascht war ich als, sie mir letztes Jahr im Sommer in der „Brücke“ ihren neuen Freund vorstellte. Er konnte sie nicht retten, aber er hat sie bis zu ihrem Tod im Krankenhaus treu begleitet.

2 Gedanken zu “Melanie (41J.)

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